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Ingo Dubinski. Quelle: MDR. Bearbeitung: ddr-im-www.de

Ingo Dubinksi (37)

Stasi-IM: Volksmusik-Star Ingo Dubinski enttarnt

(scr - 01.09.2001) Er hätte es wissen müssen: Der MDR, für den Dubinski als Moderator arbeitete, hatte vor geraumer Zeit beschlossen, sämtliche freie Mitarbeiter auf ehemalige IM-Tätigkeit hin überprüfen zu lassen. Jetzt kam es an den Tag: Dubinski hatte sich offenbar zweimal handschriftlich "auf freiwilliger Basis" zu einer inoffiziellen Mitarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) verpflichtet. Den "Platz an der Sonne" wird nun kurzfristig jemand anders einnehmen. 

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Der Aufmacher in der heutigen Ausgsabe der "BILD"-Zeitung

Hintergründe bei der Mitteldeutschen Zeitung

Ingo Dubinski in der aktuellen Presse

"Gauck-Behörde" (BStU) im WWW

 

Für die "BILD"-Zeitung, die altgediente Springer-Vorkämpferin gegen Sozialismus und Kommunismus, war es natürlich ein gefundenes Fressen und heute Aufmacher auf Seite 1: Ingo Dubinski war IM "Diplomat". Der beliebte Moderator, der bereits im DDR-Fernsehen in der Jugendsendung elf99 sehr beliebt war und zuletzt u.a. durch die populäre ARD-Sendung "Ein Platz an der Sonne" führte, verzichtet laut dpa mit Berufung auf den Norddeutschen Rundfunk bis auf weiteres auf sämtliche Auftritte in der ARD. Dubinski wolle eine sachliche Prüfung des Vorgangs erleichtern - ein Schuldeingeständnis sei sein vorläufiger Rückzug aus dem Fernsehen nicht. Am 8. September sollte Dubinski zum ersten Mal seine eigene Abendgala "Das Lied zum Glück" moderieren. Nun sucht die ARD nach einem Ersatz. 

Dubinski, der sich nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung im Jahre 1983 während seiner Armeezeit gleich zweimal handschriftlich zur Mitarbeit beim MfS verpflichtet haben soll, lieferte angeblich Informationen über einen kirchlich engagierten Soldaten. 

Die nun in der "Gauck-Behörde" gefundene Stasi-Akte über IM "Diplomat", welche die Registriernummer XVIII 1208/83 trägt, soll belegen, daß er tatsächlich für das Mielke-Imperium konkrete Informationen über einzelne Personen geliefert hat, nämlich erstens zur Zeit seiner Amreezugehörigkeit und zweitens noch einmal im Jahre 1988 für die Militärspionage.

Bei den Artikeln und Kommentaren zu den aktuellen Enthüllungen trifft vermehrt auf Unverständnis, daß sich Dubinski, als der MDR die Überprüfung seiner freien Mitarbeiter anordnete, nicht als IM "outete" und stattdessen wartete, bis dem MDR Dubinskis Akte vorlag. 

Der MDR, der erst kürzlich den Journalisten Hendrik Petzold aufgrund von IM-Vorwürfen "kaltstellte", wird demnächst über eine weitere Zusammenarbeit mit Dubinski entscheiden.

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