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Musik der DDR

Gut 40 Jahre Musikgeschichte hat die DDR zwischen 1949 und 1990 hervorgebracht. Ebenso wie in der Bundesrepublik gab es Rock, Beat, Schnulzen und Volksmusik, Militärmärsche, Orchester-und Vokalmusik, Beat und Punk. Musikalisch eben ein ganz normales Land in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Oder fast. Die DDR ging immer ihren eigenen Weg, hatte ihren eigenen Charakter, Klang. Der Rundfunk spielte 60:40, politisches Liedgut war - anders als im Westen - schon von der Kinderkrippe an präsent, und die Musiker einer Band mußten eine musikalische Ausbildung durchlaufen haben, ehe sie "losrocken" oder sonstwie professionell musizieren konnten. Grund genug, der Musik der DDR eine eigene Website zu widmen.
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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DDR: Norwegische Superknüller

Alice hatte mir netterweise die CD aus Oslo geschickt. Von Alice sind die deutschen Liedtexte. Auf der CD klebte ihr PostIt: "Viel Spaß beim Anhören." Ich war gespannt wie ein Regenschirm, denn die Ankündigungen auf der bandeigenen Webite waren sehr interessant. Das Cover kannte ich ja schon von der "DDR"-Website. Als ich dann die CD selbst sah, war ich schon recht erstaunt: Sie besteht aus dem weiß-blauen BMW-Logo, nur war "BMW" ist "DDR" ersetzt. Die Rückseite des Booklets zeigt einen alten 7er, verziert mit dem DDR-Nationalitätenzeichen und einer Ost-Berliner Autonummer. Ein Genex-BMW also? Hmm.
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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Der letzte Countdown oder Wer war Egon Krenz

Der letzte Countdown oder Wer war Egon Krenz
Auch am 4. November 1989, also fünf Tage vor dem Fall der Mauer, konnte noch niemand ahnen, was weniger als eine Woche später passieren sollte. Ein Ereignis, das die Weltordnung verändern und ein Volk schließlich wiedervereinigen würde. Die Bewohner der DDR hatten den Geschmack von freier Meinungsäußerung und plötzlicher Reformbereitschaft im Mund, als etwa eine Million von ihnen an jenem Tag in der größten nichtstaatlichen genehmigten Demonstration der DDR-Geschichte auf dem "Alex" in Berlin meist bekannten, aber nicht immer geliebten DDR-Persönlichkeiten zuhörten.

Am deutlichsten wurde mir die Tiefe meiner damaligen Eindrücke, als ich nach mehr als zehn Jahren wieder das Gleichnis Stefan Heyms hörte von dem Fenster, das man nun aufgestoßen habe, um den Mief nach Jahren der Stagnation endlich rauszulassen. Kalt lief es mir dabei den Rücken hinunter.
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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LIFT - UNPLUGGED

Lift Unplugged
Unplugged, wie der Name schon verspricht: Ein Live-Mitschnitt, allerdings doch nicht so ganz ohne die technische Hilfe von Drum-Computer und Gitarren-Synthesizer, weshalb man sich hier vielleicht für einen anderen Titel hätte entscheiden sollen.

Wunderbar gewählt hingegen der Ort für dieses Event: die Dorfkirche in Lomnitz bei Dresden. Also, ganz aus der Nähe des Ursprungs...

Werthers stetig überragende Stimme mit ihrem unverwechselbaren Klang und einem Volumen, welches gerade in einer Kirche zur richtigen Geltung kommt, wird hier von sanften Gitarren-, lieblichen Mandolinen- und Klaviertönen begleitet. Mit dem bewussten Verzicht auf Drums und Bässen hebt sich die Produktion zu einem ganz besonderen Hörerlebnis ab. Schade nur, dass dieses bedauerlicherweise unter klanglichen Unreinheiten leiden muss, deren Ursache wohl technischen Problemen zuzuschreiben ist.
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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... und immer ein fröhlich Liedlein auf den Lippen

FDJ Freie Deutsche Jugend
Ich beneide nicht die Macher dieser CD mit dem Titel "Unser Zeichen ist die Sonne. Die schönsten Lieder der FDJ", denn wo sollte man anfangen, wo aufhören? Noch dazu, wenn es sich nicht mal um eine Doppel-CD handelt? Nun, die Wahl wurde 1999 getroffen, und heraus kam dabei die nun vorliegende CD vom Amiga-Label der Bertelsmann-Gruppe. Wie sollte es anders sein: Über die schliesslich gewählten Stücke kann man sehr geteilter Meinung sein. Die Palette reicht vom Komsomolzenlied in einer Aufnahme von 1930 bis hin zu den Partisanen vom Amur in der Aufnahme des Chors und Musikcorps des Wachregiments Feliks Dzierzynski aus dem Jahre 1977. Das ist eine an und für sich interessante Mischung, doch warum auch auf diese Scheibe das allgegenwärtige Sag mir, wo du stehst des Oktoberklub - noch dazu als erste Nummer - gepresst sein muss... Der CD-Titel ist übrigens derselbe wie der einer FDJ-CD aus dem Jahre 1989, die damals noch vom Zentralverlag der SED herausgegeben worden war, die Titel allerdings sind etwas anders.
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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Fröhlich sein und singen. Die schönsten Pionierlieder.

Jungpionier JP
"Das geloben wir!" ...und was man nicht alles gelobte in seiner Jugendzeit in der DDR. Mit den Jungen Pionieren fing es an, dann ging es weiter mit der FDJ und später - bei Männern - mit der "Fahne" (Armee). Das erste Gelöbnis wurde den Jungpionieren zu Beginn der ersten Klasse abverlangt, bevor es ab der vierten zu den Thälmann-Pionieren ging.

Man konnte glauben, der Daseinszweck eines Pioniers bestand im ständigen Singen mehr oder weniger sozialistischer Lieder. So vermerkt das Liederbuch der Thälmann-Pioniere im Vorwort: "Überall dort, wo Ihr zusammenkommt, in Euren Gruppen und Freundschaften, auf Wanderungen und Fahrten, in den Pionierlagern und bei nützlicher Tätigkeit, wollt Ihr auch singen." Na, wenn´s da stand... Und zu diesem Zwecke stellte der sozialistische Staat denn auch gleich das notwendige Liedgut bereit. Es handelte zumeist von Fahnen, vom Frieden, Soldaten, der Erde und Natur, sowie von Freundschaft und Brüderlichkeit unter den sozialistischen Völkern. Mit eingängigen Kinderreimen verpackte die DDR ihre politischen Inhalte in gefälliges Trallala, das auch schon von den Kleinen mitgesungen werden konnte. Für Frieden und Sozialismus - Seid bereit! So war die Losung, und für alle Lebenslagen gab es das passende Lied.
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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Interpreten der DDR

Das Spektrum der DDR-Musik war fast genauso vielfältig wie das der Bundesrepublik. Sicherlich, einige Strömungen und Zeiterscheinungen wie zum Beispiel die Neue Deutsche Welle wurden nicht oder nur zum Teil nachvollzogen. Doch gab es auch in der DDR Rock, Pop und Klassik. Weiterhin gab es natürlich auch das politische Liedgut, was in der Bundesrepublik fast völlig fehlte.
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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Musik. Vorschau. Das politische Lied.

Fort mit den Trümmern (Originalaufnahmen 1946-1953, Teil 2)
Nicht nur bei Büchern, auch im Musikbereich wird die DDR langsam aber sicher aufgearbeitet. Neuerscheinungen werden immer zahlreicher: Alte Bekannte aus der DDR-Musikszene tauchen, oftmals digital neu gemixt, auf CDs wieder auf. Themenproduktionen, wie z.B. Kinderlieder oder Chansons, werden, ebenso wie die alten sozialistischen Kampflieder, zunehmend auf die Glitzerscheiben gepreßt.

Die DDR im WWW versucht, die aktuellsten, wichtigsten und interessantesten Erscheinungen im Rahmen von Hörtips und Rezensionen vorzustellen.

Jede CD wird bei unseren Eigenrezensionen mit einer (natürlich subjektiven) standardisierten Bewertung versehen. Maximal kann eine CD mit 5 Sternen (siehe links - bewerten Sie mit) bewertet werden.
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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IFA WARTBURG. DDR-Rock der anderen Art

IFA WARTBURG. Im Dienste des Sozialismus - CD Cover

IFA WARTBURG: Easy Kapellenpop bis zum Abwinken im FDJ-Styler. Zwei durchgeknallte Schweden, die kein Wort Deutsch sprechen, aber ihre Texte mit dem Reimlexikon machen. Seit 14 Jahren schrauben sie in Stockholm an diesem Projekt!
Pressestimmen:
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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Das Beste aus der DDR Teil 3: Kult

Das Beste
01 AKTUELLE KAMERA: Titelmusik
02 USCHI UND KINDERCHOR DES "ETKAR-ANDRÉ-ENSEMBLES": Der Volkspolizist (Hörprobe)
03 OKTOBERCLUB: Sag mir wo Du stehst
04 THOMAS NATSCHINSKI & GRUPPE: Mocca-Milch-Eisbar
05 FRANK SCHÖBEL: Wie ein Stern
06 HERBERT ROTH: Rennsteiglied
07 UTE FREUDENBERG & ELEFANT: Jugendliebe
08 SCIROCCO-COMBO: ...sagen meine Tanten
09 SONJA SCHMIDT: Ein himmelblauer Trabant
10 RENFT: Gänselieschen
11 NINA HAGEN: Du hast den Farbfilm vergessen
12 PUHDYS: Geh zu ihr
13 BERLUC: Hallo Erde - hier ist Alpha
14 JÜRGEN HART: Sing mei Sachse sing
15 FAMILIE SILLY: Der letzte Kunde
16 PANKOW: Langeweile
17 SANDOW: Born in the G.D.R.
18 FEELING B: Artig
19 KINDERCHOR: Sandmann, lieber Sandmann
: Musik

Geschrieben von: Stephan Tsoucalas

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Die Sprachnudel (www.sprachnudel.de)  Dezember 2008 - Das Wörterbuch der Jetztsprache



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Aktuelle Kommentare
  • T. Neumann meinte:
    Schön zu lesen, das es noch Menschen gibt, die sich nicht in die von den Medien...
  • Janek Liebetrut... meinte:
    Wir würden das Lied gern in eine Theaterinszenierung einbauen. Weiß jemand wo oder...
  • Townsville meinte:
    So ein Blödsinn. Ich zitiere Mal Amthor zum Thema Gauck und Stasi: „...es war...
  • Horst Frenzel meinte:
    Ich entschuldige mich hiermit dafür, daß ich nie etwas mit der Stasi zu tun hatte,...
  • Lena meinte:
    Auch von mir noch ein Kommentar zur Suizidstatistik: ein wissenschaftlich schwierig...
  • Frank meinte:
    @ Dettlev Dem was Du an kritischen Betrachtungen der DDR anführst, wäre sicher...
  • Menon meinte:
    Von welcher "innerdeutschen Grenze" faseln Sie da nur? Falls Sie damit die...
  • Ronny meinte:
    Was 1989 mit der DDR passiert ist kann man mit "Besatzermentalität"...
  • Uschi meinte:
    Also doch Zensur? Falls Sie es doch veröffentlichen eine kurze Sammlung von Fakten...
  • Joachim Dietric... meinte:
    Ich bin fast so alt wie die DDR und habe daher an die 40 Jahre dort gelebt....

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