Erich Honecker

Erich Honecker. 1912-1994.

geb. 1912 in Wiebelskirchen/Saarland, gest. 1994 in Santiago de Chile.
  • Mitglied der KPD ab 1929.
  • 1933-1935 Widerstand gegen die Nationalsozialisten.
  • 1935-45 deshalb in Haft.
  • 1946 Gründungsmitglied der Freien Deutschen Jugend (FDJ).
  • 1946-1990 Mitglied der SED.
  • 1954 Mitglied der Sicherheitskommission.
  • 1956 ZK-Sekretär für Sicherheitsfragen.
  • 1958-1989 Mitglied des Politbüros.
  • 1960 Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates (NVR).
  • 1971-1989 Vorsitzender des NVR.
  • 1971-1989 Erster Sekretär bzw. Generalsekretär der SED.
  • 1992-1994 Mitglied der 1990 wieder neu gegründeten KPD.
  • 1990 verhaftet, 1993 nach Einstellung des Verfahrens Ausreise nach Chile, wo er 1994 verstirbt.
  • Auszeichnungen: u.a. Vaterländischer Verdienstorden mit Ehrenspange, Held der Arbeit, Banner der Arbeit.
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Honeckers letzte Jahre

Am 03. April 1990 zieht das Ehepaar Honecker in das sowjetische Militärhospital Beelitz. Erich Honecker ist bereits an Krebs erkrankt.

13.03.1991: Trotz Protests der Bundesregierung in Bonn fliegt das sowjetische Militär die Honeckers nach Moskau aus. Da gegen Erich Honecker bereits ein Haftbefehl vorliegt, handelt die Sowjetunion gegen die Souveränität der BRD.

11.12.1991: Die Sowjetunion steht kurz vor ihrer Auflösung. Da Honecker nicht mehr mit weiterer Unterstützung rechnen kann, flieht er mit seiner Frau in die chilenische Botschaft in Moskau.

29.07.1992: Auf Druck der Bundesregierung müssen die Honeckers die Botschaft Chiles verlassen. Sie werden nach Berlin geflogen, wo Erich Honecker verhaftet und in die JVA Moabit gebracht wird.

12.11.1992 Der Prozeß gegen die noch lebenden Mitglieder des NVR (in der Besetzung von 1974) beginnt vor dem Berliner Landgericht.

13.01.1993: Nach insgesamt 169 Tagen Untersuchungshaft in der JVA Berlin-Moabit wird Honecker aufgrund seines Gesundheitszustandes entlassen. Der Berliner Verfassungsgerichtshof nennt diese Entscheidung ein "Gebot der Menschenwürde". Die gegen Honecker erlassenen Haftbefehle wegen Totschlag, Amtsmißbrauch und Untreue werden aufgehoben.

14.01.1993: Erich Honecker fliegt nach Santiago de Chile zu Frau und Tochter, die dort auf ihn warten.

13.04.1993: Ein letzter am 07. Januar zur Verfahrensbeschleunigung abgetrennter Prozeß gegen Honecker wird vom Berliner Landgericht eingestellt.

29.05.1994: Erich Honecker stirbt in Santiago de Chile im Alter von 81 Jahren.