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ddr-im-www » Personen » Erich Mielke
Erich Mielke![]() Geboren in Berlin, Vater Holzarbeiter, Stiefmutter Näherin Besuch der 43. Gemeindeschule, anschließend bis 1924 Köllnisches Gymnasium in Berlin 1921 Kommunistischer Jugendverband (KJV) 1924 Jugendorganisation des RFB 1924-27 Ausbildung und Tätigkeit als Speditionskaufmann in Berlin 1927 KPD, im Beruf tätig bei den Berliner Gütersammelstellen 1927-31 bei der Firma Autofabag, Entlassung 1928-31 Lokalreporter der "Roten Fahne" und Mitglied des Parteiselbstschutzes 1930 vier Tage U-Haft wegen Teilnahme an einer verbotenen Demonstration 1931 tätig im Arbeitsamt Kreuzberg, Flucht in die UdSSR (nach der Ermordung von zwei Polizisten auf dem Berliner Bülowplatz), dort Besuch der Militärpolitischen Schule in Moskau 1932-34 Lehrgang an der Lenin-Schule in Moskau 1934/35 Ausbildung zum militärpolitischen Lektor der Lenin-Schule, anschließend bis 1936 dort tätig September 1936-39 nach Spanien (Deckname "Fritz Leissner"), Soldat im Stab der 14. Internationalen Brigade, zum Kapitän befördert, Chef der Operationsabteilung der Brigade, danach Ausbildungsoffizier der 11. Internationalen Brigade in Albacete, dort Adjutant März 1939-Mai 1940 in Belgien, Mitarbeiter bei der "Neuen Rheinischen Zeitung", ab 1940 bei Informationsblättern für die belgische Emigration Mai 1940-April 1941 in Frankreich interniert, danach bis Dezember 1943 in Südfrankreich unter anderem als Holzfäller tätig; legalisierte sich als Lette mit dem Namen "Richard Hebel"; mindestens 1940-43 Mitarbeit in der illegalen KPD-Leitung in Frankreich Dezember 1943 verhaftet Januar-Dezember 1944 Angehöriger der Organisation Todt Januar-Mai 1945 Aufenthalt in der französischen und amerikanischen Zone Juni 1945 Rückkehr nach Berlin, Leiter einer Polizeiinspektion 1945/46 Abteilungsleiter Polizei und Justiz beim Zentralkomitee der KPD Juli 1946-Oktober 1949 Vizepräsident der Deutschen Verwaltung des Innern (DVdI) 1949/50 Leiter der Hauptverwaltung (HV) zum Schutz der Volkswirtschaft, Generalinspekteur 1950-89 Mitglied des Zentralkomitees der SED 1950-53 Staatssekretär im MfS 1953-55 stellvertretender Staatssekretär 1955-57 stellvertretender Minister für Staatssicherheit, seit November 1957 Minister für Staatssicherheit 1953-89 1. Vorsitzender der SV (Sportvereinigung) Dynamo 1954 Vaterländischer Verdienstorden in Gold 1958-89 Abgeordneter der Volkskammer 1964 und 1967 Held der Arbeit 1971 Kandidat, ab 1976 Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED 1973 Lenin-Orden 1973, 1977, 1982 und 1987 Karl-Marx-Orden (KMO) 1975 und 1982 Held der DDR 1980 Armeegeneral 7.11.1989 Rücktritt als Minister mit der Regierung Stoph 8.11.1989 Rücktritt als Politbüro-Mitglied 17.11.1989 Aufhebung des Abgeordnetenmandats 3.12.1989 Ausschluß aus ZK und SED ab 7.12.1989 U-Haft (mit kurzzeitiger Unterbrechung März 1990) 26.10.1993 Verurteilung zu sechs Jahren Gefängnis wegen der Polizistenmorde am Bülowplatz 1931 1.8.1995 vorzeitige Haftentlassung auf Bewährung, Rentner März 2000 Einzug in das Altenheim "Haus Kyirtz", Berlin 21. Mai 2000: Mielke stirbt an Blutarmut / Herz-Kreislauf-Schwäche. Seine Urne wird am 6. Juni 2000 im Zentralfriedhof Friedrichsfelde, Berlin, beigesetzt. Quellen: BStU, Schwan KommentareKeine Kommentare vorhanden.
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