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ABC des Sozialismussogenannten „Antifaschistischen Schutzwall“. Dabei kamen unglaubliche Wortschöpfungen heraus. So wurde ein Sarg beispielsweise als „Erdmöbel“ bezeichnet, und was im Westen ein Hotdog war, hieß im real existierenden Sozialismus „Ketwurst“. Während sich treffende DDR-Begriffe wie „Fakt“ längst ihren Platz im gesamtdeutschen Sprachschatz gesichert haben, ist es um viele andere abstruse Wortkreationen nicht schade. Um eben diese Wörter nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen, aber auch, um den einen oder anderen Begriff wieder ins Gedächtnis zu rufen, bietet Ihnen die DDR im WWW in Zusammenarbeit mit mangomotion „Das ABC des Sozialismus“ in Form von elektronischen Grußkarten zum kostenlosen Versenden an Freunde, Bekannte und Mitglieder Ihres damaligen Kollektivs. Mit dem Klick auf die gewählte Karte geht´s los. Leider ist zur Zeit mangomotion nicht zu erreichen, deswegen gibt es die eCards hier nur als kleine Vorschaubilder. Viel Spaß! ![]() KommentareGeschrieben von Kollegen:
DDR-ABC
05/28/08 09:58:26
Geschrieben von Ralph P. aus B.:
Also was den Broiler angeht, der ist nicht wie das Brathähnchen gewesen. Bei dem Broiler in Rohform handelte es sich um eine spezielle Hähnchenzucht, welche ursprünglich aus den USA kam. Diese Hähnchen hatten mehr Muskelfleich und weniger Fett, waren im gesamten auch schwerer und größer (bis zu 1,5Kg). Außerdem durften Broiler maximal 1 1/2 Stunden an der Stange gegrillt werden, das heutige Grillhähnchen darf bis zur völligen Dehydrierung am Grill verweilen. Der Goldbroiler besticht dann noch durch eine besondere Gewürzmischung, welche sogar ein Patent hat. Wer mal einen wirklichen echten Goldbroiler essen will, der sollte sich nach Erfurt begeben, denn da ist er noch zu finden. Ein Vergleich würde genauso eindeutig ausfallen, wie Ost- und Westbrötchen oder Nudossi und Nutella… da gewinnt eindeutig das Erzeugnis aus der ehemaligen DDR!
04/09/09 13:17:39
Geschrieben von Paula:
Süß, die E-cards!
Ich habe zum Thema DDR-Wortschatz u.a. auch noch ein paar Glossen beizusteuern, Paulas Wossi-Tagbuch! Eien OSt-Frau die jetzt im Westen lebt und ihren Erinnerungen an "damals bei uns drüben" freien Lauf läßt. Bevor sie dank drohender "Alzheimer" alles vergessen hat, was war…. http://www.gehirnknick.de/i… LG, Paula
06/06/09 00:18:42
Geschrieben von Ralf:
Ich kann mich zwar nicht erinnern, dass es rezeptionale Unterschiede beim "Broiler" zum heutigen "Brathähnchen" oder "Hendl" gab, aber zumindest der Name ist durchaus treffend: "broil" bedeutet im Englischen ja "Grillen", was auch das amerikanische "broiled chicken" beweist. Ähnliche typische Ostbegriffe, die den heutigen Anglizismen voraus waren, sind z.B. der "Dschuuß" (juice) für einen simplen Orangensaft. Zum Geschmack von Nussnougatcremes oder z.B. auch Colagetränken will ich nichts sagen, denn das ist ja nun wirklich…Geschmackssache. Freuen wir uns lieber, dass wir nun beides haben können. Und das, wann immer wir es wollen!
09/11/09 20:19:46
Geschrieben von wackerl:
Unterschiedliche Geschmacksrichtungen bei Brathähnchen und Broilern hat es immer gegeben und das wird es auch immer geben, das hat aber nichts mit einem Unterschied zwischen Brathähnchen und Broilern zu tun.
Auch ein Brathähnchen sollte normalerweise nicht endlos gedörrt werden, aber hier machen sich eben Unterschiede in der Wirtschaftsform bemerkbar (klingt komisch, ist aber so): während mittlerweile Brathähnchen in den diversen mobilen Bratshops auf Einkaufsparadiesparkplätzen stundenlang auf deren Abnehmer warten müssen, waren Broiler zu DDR-Zeiten schneller ausverkauft, als sie nachwachsen konnten. Daher wurden Broiler nie älter als die 1,5 Stunden, die sie idealerweise am Spiess hängen sollten. Der Fettgehalt unterscheidet sich auch heute noch sehr stark abhängig von der Herkunft des Geflügels, so dass ich hier auch keinen Unterschied zwischen Broiler und Brathähnchen feststellen kann. Vergleiche zwischen Ost- und Westprodukten anzustellen, die darin münden sollen, welche Produkte besser schmecken, dürften in der Regel zwecklos sein, da Geschmäcker doch sehr individuell sind und natürlich viel mit der eigenen Sozialisation des einzelnen zu tun haben. Anglizismen: müsste dann ein gekochtes Huhn nicht dann auch Boiler heissen?
12/21/10 09:45:10
Geschrieben von Ralf:
in Bekanntenkreisen wurde unlängst in Kreisen einiger gelernter DDR-Bürger nachgefragt, wieso die Sportart "Triathlon" im sozialistischen als "Ausdauerdreikampf" bezeichnet wurde:
"Triathlon" sei ein Begriff der westlichen Dekandenz und des Klassenfeindes gewesen, mit dem sich mondäne Imperialisten ihre Vergnügungen neben solchen Dingen wie u.a. Polo zu Pferd, Golfen, oder Roulette von den auszubeutenden Arbeitern abgrenzen wollten. ach, und da fällt mir noch ein: "Fähnchen" wurden zur DDR-Zeiten als "Wink- und Schwenkelemente" bezeichnet.
09/07/11 10:33:09
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